Auftritt in Bautzen und in Heidenau

Zum Sommerfest in einem Flüchtlingsheim zu spielen, macht Spaß

Am 12. Juni diesen Jahres fuhren wir mit unseren Instrumenten und Technik nach Bautzen ins dortige Flüchlingsheim. Es war Sommerfest und wir wollten mit unserer Musik das Fest bereichern.

Doch wie kommen Dresdner zu einem Auftritt ins Flüchtlingsheim in Bautzen? Da hat der "Zufall" mitgespielt. Unser Bandleader Detlef saß auf dem Bahnsteig und wartete auf den Zug gemeinsam mit einigen Ausländern aus jenem Heim. Doch die Bahn streikte. Also besorgte Detlef für sich und die Anderen erst einmal Tee und man kam ins Gespräch. Was dabei herauskam, dass wisst ihr ja.

Es war ein richtiges Fest wo auch aus dem Heim mitgespielt wurde. Es wurde getanzt und man freute sich über die Abwechslung. Ja, wir versprachen wiederzukommen, was mittlerweile auch geschehen ist.

Bandauftritt im Flüchtlingsheim in Heidenau

Diesmal hat uns unser Bandmitglied Bernd zu diesem Auftritt verholfen. Beziehungen muss man haben. Am Sonnabend den 14. November trafen wir mit der gesamten Technik und unseren Instrumenten uns vor dem Heim, der einst ein Baumarkt war.

Doch ganz so einfach kommt man nicht mehr in diese Unterkünfte. Zu viel unangenehmes und für mich unverständliches ist in jüngster Vergangenheit passiert.

Wir wurden mit Jubel empfangen und nach dem wir alles aufgebaut hatten, ging es los und wir spielten einige Titel. Die Kinder waren ohne Scheu immer wieder zwischen uns und wollten alles anfassen und am liebsten auch Musik machen. Die golden und silbern blinkenden Saxophone hatten es ihnen angetan, aber auch die Trommel, die wir aus diesem Grund mitgebracht hatten, war heiß begehrt.

Wir wollten Pause machen, aber das ging nicht. Jetzt spielten die Ausländer. Einer spielte auf der Gitarre arabische Musik und ein anderer sang dazu und da kam Bewegung rein. Ein paar Männer tanzten und die Stimmung war ausgelassen.

Dann ging es ans Abbauen und hinuntertragen. Es war das erste Mal, dass ich nicht dazu kam, etwas zu tragen. Noch ehe ich mich versehen hatte, war die ganze Technik und meine Gitarre zum Auto gebracht worden.

Das wird wohl nicht das letzte Mal sein, dass wir hier spielen.

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